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ELEKTRO KRAHÉ GmbH – Elektrotechnik und Kommunikationstechnik

Technik verstehen

Sprachalarmanlage oder ELA-Anlage: Worin der Unterschied liegt

Beide Anlagen übertragen Sprache über Lautsprecher durch ein Gebäude. Der Unterschied zeigt sich, sobald etwas ausfällt: Eine Sprachalarmanlage überwacht ihre Leitungen dauerhaft selbst, schaltet auf einen Reserveverstärker um und spricht auch bei Netzausfall weiter.

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Was beide Anlagen gemeinsam haben

Der Aufbau sieht zunächst ähnlich aus. In beiden Fällen laufen 100-Volt-Lautsprecherlinien durch das Gebäude, Verstärker speisen sie, Sprechstellen und Audioeingänge liefern das Signal, und eine Matrix entscheidet, welcher Bereich welches Signal hört. Eine ELA-Anlage – eine elektroakustische Anlage – deckt damit den Alltag ab: Durchsagen in einzelnen Bereichen, Hintergrundprogramm, Signale aus dem Sekretariat oder der Betriebsleitung.

Genau diese Alltagsfunktionen bleiben auch in einer Sprachalarmanlage erhalten. Sie ist keine zweite, getrennte Anlage neben der Beschallung, sondern dieselbe Technik mit zusätzlichen Sicherheitsfunktionen und einer entsprechenden Prüfung der Geräte.

Was die Sprachalarmanlage zusätzlich leisten muss

Eine Sprachalarmanlage (SAA) gehört zur Gebäudesicherheitstechnik. Sie muss im Ernstfall alarmieren – auch dann, wenn eine Leitung beschädigt, ein Verstärker defekt oder das Stromnetz ausgefallen ist. Daraus ergeben sich Funktionen, die eine reine Beschallungsanlage nicht braucht:

  • Leitungsüberwachung. Die Lautsprecherleitungen werden permanent und nicht hörbar auf Erdschluss, Kurzschluss, Unterbrechung und Impedanzabweichung geprüft – auch während laufender Durchsagen oder Programmeinspielungen. Ein erkannter kurzgeschlossener Kreis wird rückwirkungsfrei abgeschaltet, damit die übrigen Bereiche weiter hörbar bleiben.
  • Havariebetrieb. Fällt ein Leistungsverstärker aus, ersetzt ihn die Anlage automatisch durch einen Havarieverstärker. Beim NEO 8060 lässt sich dafür einer der acht digitalen 100-V-Verstärker vorsehen.
  • Ersatzstromversorgung. Eine eigene Energiequelle nach DIN EN 54-4 hält die Anlage bei Netzausfall in Betrieb – etwa der CHARGER 6/12. Im ONE-System sind Notstromversorgung und Akku bereits im 2-HE-Gehäuse integriert.
  • Gespeicherte Texte für Voralarm und Alarm. Die Nachrichten liegen im Gerät, nicht auf einem externen Zuspieler: im NEO 8060 als Double Message Player mit 4 GB Speicher, im ONE-System als Dual Message Player.
  • Einsprechen im Einsatz. Überwachte Systemsprechstellen und Feuerwehr-Einsprechstellen erlauben es, gezielt und mit Vorrang in einzelne Zonen zu sprechen.
NEO 8060 Sprachalarmzentralen im 19-Zoll-Rack, davor Notfall-Sprechstellen mit Mikrofon
Sprachalarmzentralen im Rack: Verstärker, Überwachung und Nachrichtenspeicher sitzen im selben Gerät.

Woran Sie die Einordnung erkennen

Am zuverlässigsten lässt sich der Unterschied an den Normen ablesen, nach denen ein Gerät gebaut und geprüft ist. Für Sprachalarmzentralen ist das die EN 54-16, für die zugehörige Energieversorgung die EN 54-4. Unsere ELA-Technik-Produkte – DSP-Notfallwarnsysteme – sind nach DIN EN 60065 und DIN EN 60849 zertifiziert. Trägt ein Gerät keine EN-54-Kennzeichnung, ist es eine Beschallungsanlage, unabhängig von Leistung und Klangqualität.

Ob für ein Gebäude eine Sprachalarmanlage gefordert ist, steht nicht im Datenblatt, sondern im Brandschutzkonzept des Objekts. Das legen Fachplanung und Genehmigungsbehörde fest. Unsere Aufgabe beginnt danach: die geforderten Funktionen mit passender Technik umzusetzen.

Wie wir beides einsetzen

In unserer Referenzliste stehen beide Techniken nebeneinander. Unter SAA-Technik finden sich unter anderem Galeria Karstadt Kaufhof bundesweit, die AVG Müllverbrennung Köln, das WDR Funkhaus Düsseldorf und die UCI Kinowelten in NRW. Unter ELA-Technik stehen Schulen in Neuwied, Herne und Hennef, Freibäder in Frankfurt und das Phantasialand in Brühl. Welche Ausführung in einem Objekt gebaut wurde, entschied jeweils die Anforderung – nicht der Gerätekatalog.

1998, unmittelbar vor Einführung des europäischen Sicherheitsstandards IEC 60849, haben wir eine eigene, auf die kommende Norm abgestimmte SAA-Geräteserie entwickelt. Sie wird bis heute in weiterentwickelter Form über zertifizierte Vertriebspartner in mehreren europäischen Ländern vermarktet. Wir kennen diese Systeme deshalb nicht nur aus der Montage, sondern aus der Entwicklung – das hilft besonders dann, wenn eine Bestandsanlage erweitert werden soll.

Wie eine solche Zentrale heute aufgebaut ist, zeigt die Seite zum NEO 8060 Beschallungs- und Sprachalarmierungssystem. Einen Überblick über ausgeführte Anlagen gibt unsere Referenzliste aus SAA- und ELA-Technik.

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